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Das Gottesbild asiatischer Religionen: Buddhismus

Description:  Buddhismus. Buddha selbst bezeichnet sich als Religionsstifter und er wollte selbst nicht als Gott verehrt werden...
Author:Sebastian Frankenberger
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ISBN: 3896202952   ISBN: 3896202952   ISBN: 3896202952   ISBN: 3896202952 
 
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Das Gottesbild asiatischer Religionen: Buddhismus



I. Das Leben des Buddha

Im Himalayagebiet des heutigen Nepal, in der alten Stadt Kapilavastu, wurde wahrscheinlich um das Jahr 560 v. Ch. Siddharta Gautama geboren. Er bekam später den Titel Buddha (d.h. der Erleuchtete oder Erwachte). Sein Vater war ein mächtiger Grundbestizer und seine Mutter starb schon früh nach seiner Geburt. Sein Vater überhäufte ihn mit Luxus, denn er wollte nicht, dass sein Sohn, wie es früher üblich war, in Kloster ging und Mönch wurde. Er heiratete die Prinzessin Yasodara und mit 29 Jahren verließ er sein Zuhause, ohne sich zu verabschieden, und zog in die Heimatlosigkeit.
An einem Abend setzte er sich unter einen Feigenbaum und hatte dort ein großes Erlebnis, das er selbst “Erleuchtung” nannte.

II. Die Lehre des Buddha

Das menschliche Leben ist Leid. Für den Inder ist diese Erfahrung deshalb so bedrückend, weil er an die Wiedergeburt glaubt. Diesem steten Neubeginn des Leidens zu entrinnen, bedeutet für ihn Erlösung. Das “Nirwana” (d.h. Verlöschen, Verwehen) ist die einzige Möglichkeit zur Rettung. Es ist das höchste Ziel für einen Buddhisten, dieses Nirwana zu erlangen.
Buddhas Erleuchtung, die er selbst als die Erkenntnis der “vier edlen Wahrheiten” bezeichnete, ist die Grundlage seiner Lehre und wie man in das Nirwana gelangt:
Wahrheit vom Leiden, Wahrheit von der Entstehung des Leidens, Wahrheit von der Aufhebung des Leidens, Wahrheit vom Wege zur Aufhebung des Leidens
Zur Aufhebung des Leidens gelangt man durch folgenden achtpfadigen edlen Weg:
1. Rechte Anschauung, 2. Rechte Gesinnung, 3. Rechtes Reden., 4. Rechtes Handeln, 5. Rechter Lebensunterhalt, 6. Rechtes Streben, 7. Rechtes Bedenken, 8. Rechtes Sichversenken
Aus dieser Lehre Buddhas entwickelten sich verschiedene Religionsrichtungen. Sie unterscheiden sich in Äußerlichkeiten, jedoch nicht in ihrem Grundgehalt.

III. Die Gottesvorstellung

Buddha selbst bezeichnet sich als Religionsstifter und er wollte selbst nicht als Gott verehrt werden. Buddha ist nur ein Lehrer, der den Menschen Rat auf ihrem Weg zum Nirwana geben kann. Auf diesem Weg zum Nirwana ist der Mensch jedoch auf sich selbst gestellt, er muss es wollen und aus sich selbst heraus den Weg gehen. Er kann es nicht durch eine Berufung erfahren, sondern muss es selbst erkennen und erfahren.
Durch immer mehr Wissen gelangt der Mensch dann immer näher zum Nirwana. In einer dieser Religionsrichtungen wird der Mensch vor dem Übertritt ins Nirwana zum sogenannten Bodhisattva. Dieser hat fast die Allwissenheit erlangt und versucht nun anderen Menschen mit Rat und Tat (wie Buddha) zu helfen auch zum Nirwana zu gelangen. Sie werden nicht als Götter gesehen, sondern nur als Pfadvollender oder Erwachte. In der Praxis werden sie jedoch ähnlich wie Götter verehrt.
Das hängt auch mit Folgendem zusammen: Da der Mensch mit der Angst, dass er auf sich alleine gestellt ist, nicht fertig wird, sucht er sich einen Bezugspunkt. Diesen Bezugspunkt gibt es jedoch aus philosophischer Sicht gesehen nicht, da der Buddhismus eine verneinende Religion ist, die sowohl einen Anfang (Schöpfung) wie auch ein Ende verneint und somit auch ein transzendentes Wesen.

Der Buddhismus ist also keine Religion im westlichen Verständnis, sondern mit erweitertem Religionsbegriff eine Religion, die mit ihren Inhalten, ihrem Glaubensprinzip, ihren Idealen eine Philosophie ist, die durch ethische Werte versucht, dem Menschen zu lehren, wie er sich vom Leiden befreit und zum Glück gelangt. Durch diese Lehre ist sie international, vor allem weil sie auch keinen Angriff auf ein gesellschaftliches oder politisches System nimmt.



Das Leben des Buddha


  • um 560 v. Ch. in Nepal Siddharta Gautama geboren
  • Titel Buddha = der Erleuchtete oder Erwachte
  • sein Vater überhäufte ihn mit Luxus
  • heiratet Prinzessin Yasodara
  • verließ jedoch sein Zuhause um Vergänglichkeit der Welt zu überwinden
  • meditiert als Asket um Heil zu finden
  • unter einem Feigenbaum gelangt er zur Erleuchtung

Die Lehre des Buddha


  • menschliches Leben = Leid
  • Inder glauben an Wiedergeburt
  • aus diesem Kreislauf entrinnen bedeutet Erlösung
  • Erlösung = Nirwana (Höchstes Ziel für Buddhisten)
  • Grundlage seiner Lehre sind die vier edlen Wahrheiten:
  1. Wahrheit vom Leiden
  2. Wahrheit von der Entstehung des Leidens
  3. Wahrheit von der Aufhebung des Leidens
  4. Wahrheit vom Weg zur Aufhebung des Leidens

- achtpfadigen edlen Weg:
  1. Rechte Anschauung
  2. Rechte Gesinnung
  3. Rechtes Reden.
  4. Rechtes Handeln
  5. Rechter Lebensunterhalt
  6. Rechtes Streben
  7. Rechtes Bedenken
  8. Rechtes Sichversenken

  • daraus entwickeln sich verschiedene Religionsrichtungen

Die Gottesvorstellung


  • Buddha ist Religionsstifter
  • will nicht als Gott verehrt werden
  • nur ein Lehrer für Weg zum Nirwana
  • Menschen müssen Weg jedoch selbst gehen
  • Grenze zum Nirwana = Bodhisattva
  • sind Helfer Buddhas, werden jedoch nicht als Götter gesehen, aber ähnlich verehrt
  • Buddhismus = Verneinende Religion (kein Anfang und Ende)
  • also auch kein Gott

Der Buddhismus ist jedoch auch keine atheistische Religion wie in unserem Religionsverständnis sondern mehr eine Lebensphilosophie.

  
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